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09.11.18

Nicht allein


Die Frauenbewegungen haben mich viel gelehrt. Sie haben mich ermutigt, erschüttert, enttäuscht, erschöpft, ermuntert, beschenkt. Ich habe mich in und mit ihnen groß und klein gefühlt. Schwach und mächtig. Aufgehoben und ausgestoßen. Belächelt und ermutigt. 


Das Allerwichtigste jedoch geschah ganz am Anfang und war für alle Bereiche meines Lebens fortan tragend: Ich war nicht allein! Nicht allein mit meinen Gedanken, meinen Zweifeln, meinen Visionen, meinem Körperempfinden, meiner Sprachlosigkeit, meinem Zorn, meinen verwirrenden Erfahrungen als Mädchen und Frau. Und hinter diesem „Du bist nicht allein!“ steckte ja noch ein zweites, nicht weniger Prägendes: „Du bist okay, so wie du bist!“

Ich wünsche mir seitdem, dass jeder Mensch einmal in seinem Leben diese Erfahrung bis zum Grunde auskosten kann. Eine Quelle nie versiegender Energie und Kraft. Die Ressource überhaupt um mit den Widrigkeiten und dem fordernden Durcheinander, dem Auf und Ab eines Menschenlebens auch nur irgendwie angemessen umgehen zu können.

Dazu möchte ich immer noch beitragen.

*Anmerkung
Ja sicher war und bin ich auch Teil ganz anderer gesellschaftlicher Bewegungen meiner jeweiligen Zeit. Aber, an diesem Punkt, war diese schlichtweg am einflussreichsten auf mich.

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