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25.10.18

Deine Worte, meine Worte. Immer noch.


Ich sage und schreibe so viel und manchmal überfällt mich der Gedanke, dass doch alles schon gesagt wurde, doch alles schon gedacht sei zu den großen und kleinen Fragen der Menschheit. Dann fühle ich mich wie das Hamsterlein im Rade. Wiederkäue ich Worte und Gedanken aus Jahrhunderten? Unbesehen.

Wenn man Jahrzehnte sich lesend und Erfahrungen sammelnd durchs Leben bewegte, dann kann man nicht mehr unterscheiden, was Deines ist und was das Meine. Warum denkt und schreibt man also? Warum man das macht, das weiß ich nicht. Ich tue es, weil all das Denken und die Worte wohl bisher nicht ausreichten und immer wieder ausgegraben, durchgekaut und neu formuliert werden müssen.

Vielleicht, vielleicht erreichen sie dann auch all jene, die sich ihnen bisher verweigerten. Und ja, ich gestehe es, ganz heimlich, ganz tief in mir drinnen liegt diese kindliche Sehnsucht, das eine Wort zu finden, den einen Satz, der in den Hirnen und Herzen der Menschen explodieren und alles, alles von Grund auf verändern würde. Welch eine Anmaßung!?

Ja, natürlich. Aber auch der Motor, um nicht in ein Schweigen zu verfallen, welches letztendlich dem Tode gleich käme. Deshalb erlaube ich mir, die Buchstabenreihungen wieder und wieder durchzurütteln und neu zu formieren und aus dem Deinen ein Meins zu machen, damit es ein Unser wird.



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