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03.02.18

Selbst- und Fremdbild


„Selbstbewusstsein setzt die Unabhängigkeit der eigenen Wertschätzung von fremden Urteilen voraus.“

Ist ja so ein Klassiker und erscheint mir auch richtig und doch nicht ganz und gar rund.

Das Schätzen des eigenen Wertes. Ich schätze nicht, ich weiß darum und dieses Wissen schätze ich. Trotzdem lege ich auch Wert auf mein Wissen um das Fremdbild von mir, da ich einen Vergleich zwischen Fremd- und Eigenbild ab und an benötige für die Feineinstellungen meines Selbstbildes.

Von der Wertung, der (Be) Urteilung meines Gegenübers bin ich nicht abhängig, doch gehört zur Eigenwahrnehmung immer auch der Spiegel durch die Fremdwahrnehmung. Es geht gar nicht anders, weil ich das „Ich“ nur wahrnehmen kann, eben weil es ein „Du“ gibt. Da gibt es schon eine Form von Abhängigkeit, auch wenn es nicht gefallen mag.

Im Alter wird das schwieriger, da das Fremdbild geprägt ist von Vorurteilen und unsinnigen Glaubenssätzen. "Alt sein" hat immer noch einen negativen Beigeschmack. 

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