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24.11.17

Schreiberei

Kurz vor der Geburt eines neuen Textes werde ich huschelig und mach so Sachen wie Ablage, Haushalt, Garten. Dann renn ich an die Tastatur und gebäre tippend. So lange es eben braucht. Manchmal geht das Tage hinter einander. Manchmal ist alles in zwei, drei Stunden fertig. Manchmal ist wochenlang Pause. Dann nutzt es auch nichts, dass ich mich zwingen will. Thema ist da und mein Gehirn arbeitet im Hintergrund und will nicht gestört werden. Ich bin da mittlerweile fast gelassen und vertraue mir.

"Huschelig" sein, meint, im Gegensatz zu sonst, bin ich nicht richtig ganz und gar anwesend, in dem, was ich da gerade so tue. Es gäbe auch kein dringendes Muss (Fenster müssen nicht zweimal hintereinander geputzt werden). Etwas herum wirkeln halt. Ich kenne das, so zwei, drei Tage vor der realen Geburt. Alles ist fertig, alles ist bereit. Aber es ist noch nicht so weit. Bevor meine Kinder auf die Welt kamen, bin ich emsig durch alle Räume, und habe noch dies und das von hier nach dort gerückt und zum dreißigsten Mal die Wickelkommode geordnet und den Kinderwagen poliert. Auf die Frage, was ich denn da eigentlich täte, fiel mir der Begriff "huscheln" ein. Ich huschelte rum. Allerdings ist "huscheln" nicht beliebig. Es hat schon einen Sinn.

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