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24.11.17

Ein alter Vertrauter

Irgendwo hörte ich die letzten Tage den Spruch: „Das Leben ist die längste Nahtoderfahrung.“ Ich komme verflixt nicht drauf, wo er mir vor dir Füße kullerte. Aber, er treibt mich um. Der Satz.

Da der Tod jederzeit und unverhofft an die Tür klopfen kann, oder, besser, eher ohne anzuklopfen überraschend mit der Tür ins Haus fällt; immerhin ist er nicht Gandalf, der höflich mit dem Stock an die Tür pochert und geduldig wartet; scheine ich ihm und er mir ja ständig sehr nahe zu sein. Wenn dem so ist, und ich denke es ist so, dann wäre er ja ein alter Gefährte seit frühesten Tagen. Sollten wir uns dann nicht vertrauter machen? Ab und an plaudern und ein Käffchen miteinander trinken?

Sich mit dem Tod vertraut machen. Kein einfacher Gesell und ich hätte eine Menge Fragen an ihn. Hat er einen Plan? Handelt er impulsiv und willkürlich? Ist er nicht manchmal absolut abgenervt von seinem Job? Macht er das alles alleine? Und wenn nicht, wer sind seine Helferlein, seine Boten, seine Zuträger? Weiß er etwas über das große Rätsel des Danach? Schläft er ab und an? Essen? Trinken? Kacken? Verfügt er über eine Sprache, die ich verstehen kann? Ansonsten wird das ja nichts mit Kaffee, Häppchen, Plaudereien. Ist er einsam?

Meine Neugierde ist grenzenlos. Komm doch näher. Beiläufig. Unverbindlich. Sei mein Gast, ohne Auftrag, ohne ein Müssen. Komm und geh, ganz nach Belieben, bis wir irgendwann zusammen weiter ziehen. 

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