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21.10.17

Zimmerweg 17

Erinnerungen

„In vier Wohnungen wurden Wohnkollektive gegründet. Nach deren Vorbild sind die noch heute üblichen „betreuten Jugendwohngemeinschaften“ entstanden.“

In einer dieser Wohngruppen, im Zimmerweg, Westend, Frankfurt habe ich gelebt. Nicht aus einem Heim kommend, sondern aus einer Pflegefamilie. Ich hatte im „Spiegel“ über diese Wohngruppen gelesen und gedroht, dass wenn man mich in ein Mädchenwohnheim (Sachsenhausen) stecken würde, dann würde ich abhauen. Norbert Stein, der damalige Hauptbetreuer der Wohngruppe, schaffte es dann, dass man einen „offiziellen“ Platz dort für mich schaffte. Mein erstes Zimmer war eine vorherige Abstellkammer. War okay. Die Zeit in dieser Wohngruppe war aufregend und lehrreich. Ich war die einzige, die weiterhin regelmäßig die Schule besuchte und Abitur machte. Außenseiterin auch hier. Getragen (und wohl auch gerettet vor manchen Fallstricken wie Drogen und Kleinkriminalität) hat mich in dieser Zeit meine Mitgliedschaft in der „Kommunistischen Schülergruppe“. Standfest und sehr blauäugig, aber hoch motiviert, raste ich damals durch dieses Leben: Lernen, lernen, lernen. Ja, ich bin den Menschen, die mich damals begleitet haben, immer noch dankbar. Hätte eine Menge schiefgehen können.

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