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05.07.17

Wege. Abzweigungen.

Menschen, die ich seit frühster Jugend kenne, haben auf ihrem politischen Weg andere Abzweigungen als ich genommen. So sind viele in die Parteipolitik gegangen. Das ganze Spektrum. Wir haben uns manchmal für eine lange Weile aus den Augen verloren und dann ab und an, auch im politischen Alltag, wieder getroffen. Es gab und gibt mit einigen immer noch produktive und spannende Schnittstellen.

Und dann gibt es diejenigen, für die gelten, immer noch und mehr denn je, diese Zeilen:

„Dann bist du vollgefressen und satt, weil du ein Teil von dem geworden bist, wogegen du dich mal voll mit jugendlich zornigem Gerechtigkeitsgefühl gewehrt und mit Freunden gekämpft hast. Und eines Tages wirst du in den Spiegel schauen und dich nicht wiedererkennen und dann wirst du kotzen vor ekelgetränkter Scham und falsche Freunde werden dir eilig den Sabber vom Mund wischen und dir noch ein, zwei Häppchen nachreichen, die du, verblendet und gierig voll ungestilltem Hunger nach dir selbst, doch wieder schluckst.“

Macht mich das traurig? Nein, eigentlich nicht. Es gab so viele Momente, wo eine andere Entscheidung möglich gewesen wäre. So stehe ich nur am Rande und schaue und bezeuge.

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