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03.05.17

Unerwiderte Liebe

Wenn es keinen Anfang geben wird, dann sind Worte oft nur stolperndes Tasten im Schmerz des Gegenübers.

Ich empfand diese Situationen immer als sehr unangenehm und belastend. Fühlte mich hilflos und manchmal in dieser Hilflosigkeit redend wie ein Wasserfall. Jesses, es machte meistens alles nur noch schlimmer, da meine Erklärungen Nähe herstellten und verquerte Hoffnungen nährten.

Gerichtete Liebe und personalisiertes Begehren lassen sich nicht zwingen und auch nicht herbeireden. Oft könnte ich das Nichtvorhandensein derselben nicht mal begründen. Es ist einfach nichts da in mir. Wie könnte ich für dieses Nichts Worte finden?

Schweigen oder sich erklären, das Ergebnis bleibt sich in einem Punkte gleich: Das Gegenüber bleibt sitzen auf seiner nicht erwiderten Liebe und seinem Begehren und seiner Sehnsucht.

Warum rede ich dann? Weil ich denn Schmerz meines Gegenübers ja kenne und weil da immer eine andere Art von Liebe und Wohlwollen zu diesem einen besonderen Menschen als Mensch vorhanden ist. Wie lässt man jemanden alleine, ohne ihn allein zu lassen?

Ich liebe und begehre dich nicht.
Ich achte und liebe dich als Mensch, so wie ich alle Menschen achte und liebe.
Ich weiß um deinen Schmerz.
Ich kann dir nicht helfen in diesem deinen Schmerz, da ich ja verursachender Teil von diesem bin.
Es ist deine Liebe, dein Begehren und dein Schmerz. Nur du weißt, was sie dich lehren können und nur du weißt mit ihnen umzugehen.

Es ist eine Scheißsituation. Immer wieder und wieder. Punkt.

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