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20.04.17

Kaskaden

Es ist kalt, es regnet, es schneit und ich heul rum. Anscheinend ist mir im Winter kein dickes Fell gewachsen, so dünnhäutig bin ich zurzeit. Was sind das bloß für Tränen, die sich da kaskadenartig ergießen? Konkrete Anlässe? Keine wirklich relevanten. Es scheint, als habe sich im Laufe der Jahre zu viel Unbeweintes angesammelt und meine nun, es müsse sich im Schwall ergießen.  Vielleicht ist es auch eine körperliche Reaktion auf all die Gedanken über Altern und Tod und das immer noch fortbestehende Hadern darob. Oder die Erkenntnis, dass so Vieles abgeschlossen ist, die Kinder groß und selbstversorgend, die gesetzten Ziele erreicht, neue Setzungen nicht in Sicht. Es könnte auch die Erfahrung sein, dass ich es genieße, nichts mehr tun zu müssen, kein eiferndes Wollen mich treibt und ich diesen Zustand ein klein wenig genieße und es mir doch noch nicht zugestehen mag. Ich weiß es einfach nicht. Und so rollen die Tränen an den unmöglichsten Orten und Zeiten und… und ich fühle mich zum ersten Mal in diesem Leben ein wenig hilflos staunend ob meiner selbst. 


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