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14.12.16

Erschöpfung

Manchmal bin ich so müde und trostlos erschöpft in diesen Tagen. All dieser Schrecken, das Elend, diese Unmenschlichkeiten und der Schnitter, der irre geworden ohne Sinn und Verstand über die Erde rast. Und dann die locker hingerotzten, verachtenden Sprüche in den sozialen Medien und auch hier, von Menschen, die ich eigentlich gern habe. Ich verstehe nicht, warum man nicht mal hier, wo es doch nur Worte sind, einfach menschlich und voll Mitgefühl argumentieren könnte. Auch wenn der Verstand diese und jene sachliche Argumente liefert, so könnte man sich doch erlauben einfach nur hier und da mitzufühlen und das auch auszudrücken. Oder gibt es da gar nichts mehr Warmes. Freundliches, Herzliches in diesem Menschen?
Und wenn ich dann so müde bin, dann sorge ich für mich, höre schöne Musik, tanze, male, empfange Besuch und lache. Und dann überfällt mich das Grausen vor mir selbst: wie kann ich lachen und tanzen, wenn da und dort die Menschen gerade verrecken? Dann muss ich alles, was mich ausmacht in die Waagschale werfen und mir selbst vorhalten: Sei dankbar, sorge für dich, lieb dich, lache, weine, freu dich an all dem Guten, was dir widerfährt – denn dann, nur dann kannst du wahrhaftig mitfühlen, nur dann!

Aber, es wird Tag für Tag schwerer.

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