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21.10.16

Schraube locker

Nun denn, gestern war KnieOP. Schrauben raus. Zimmer war gut, denn es gab eine große Nische mit Bett drin und das bekam ich. Wie schon bei den Vorbesprechungen festgestellt, hat dieses Krankenhaus eine sehr freundliche Atmosphäre und das gilt auch für die Chirurgische Station.  
Zum ersten Mal im Leben eine Spinalanästhesie gesetzt bekommen. Jesses, das ist wirklich ein Erlebnis, besonders nach der OP. Da kannst du keinen Muskel bewegen und der erste Toilettengang ist ein absolutes Highlight im Kontrollverlust. Dazu bekommt man vorher noch eine „LeckmichamArsch“ Tablette, die winzig klein ist, jedoch riesen Auswirkungen hat. So fragte ich irgendwann zwischendrin, ob man denn nun endlich mal mit der OP anfangen könnte und bekam zur Antwort, dass doch schon alles erledigt sei. Völlig irre.
Die Nacht war nervig, denn ich konnte nicht schlafen, da ich nicht wusste, wie ich mich hinlegen sollte. Irgendein Muskel oder Nerv in der linken Po Hälfte weigerte sich hartnäckig sich zu entkrampfen und tat verdammt weh. Hinzu kam, dass das Bett äußerst unbequem war, vom traurigen Rest eines, vor Jahrzehnten bestimmt dicken und  flauschigen, Kopfkissens ganz zu schweigen. Ab vier Uhr morgens ging gar nix mehr, Frühstück gab es aber erst kurz nach acht.
Alles in allem jedoch keine dramatische Erfahrung. Knie tut jetzt weh und muss noch ein paar Tage ruhen. Erst danach wird man sehen können, ob der Schmerz wirklich nur durch die überstehenden Schrauben verursacht wurde, oder doch noch das Knochenmarködem sein schmerzhaftes Unwesen treibt, dessen Behandlung ja durch den Bruch vor mehr als einem Jahr unterbrochen werden musste. Also, langsam Schritt für Schritt voran.

Der einzige wirklich negative Punkt: Treppensteigen wird wohl bis zu meinem Lebensende ein schwieriges Unterfangen bleiben. 

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