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29.05.16

Hund und ich

Ich habe einen Hund. Oder besser ausgedrückt, ein Hund hat mich. Was natürlich auch Quatsch ist, insofern man ja ein Lebewesen nicht haben kann, sondern in Beziehung mit und zu einem Lebewesen steht. Also definiere ich mich in Bezug auf den Hund lieber in der Seinsform. Somit bin ich Futterbeschafferin, Leckerliverwalterin, Animateurin, Ausgehdame, Kuscheleinheitenzuteilerin, inkonsequente Essenteilerin vom Tisch, Ignorantin in Bezug auf Erziehungsprogramme,  Bettverweigerin, Organisatorin von Außenterminen bezüglich Schönheit und Wellness, Moderatorin in Umgangsformen mit anderen Menschen und Tieren, Quenglerin beim Spazierengehen, Putzfrau wenn was daneben ging und angehimmelte Göttin im Falle der kichernden Brechung von selbst aufgestellten Regeln für unser Zusammenleben.

Was ist der Hund für mich?: Gefährte, Bewegungscoach, Kuschelmonster, Alltagsbegleiter, Drangsalierer,  Regelbrecher, Türöffner für Feld/Wald/Wiesengespräche, Seelentröster, Gesprächspartner in langen Nächten, Beschützer, sensibler Spiegel meiner Gemütslagen, nervendes Fellbündel, Gute Laune hervor Kitzler, Sparbüchsenleerer, Spielgefährte für meine Enkelin, Dickkopf, unverbrüchlicher Loyalitätsfetischist, grasfressendes Kotzbündel, Sensibelchen, kompetenter Bettler, Knochenbeißer, Katzenjäger, ein Hund halt.

Jetzt habe ich bestimmt tausendundein Ding vergessen. Macht nix. Er ist und ich bin. Das langt. 

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